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17. November 2012

LSB-Präsidium zur Klausur auf dem Rabenberg

Pressemitteilung des Landessportbundes Sachsen e.V.

Das Präsidium des Landessportbundes Sachsen (LSB) hat am 16. und 17. November im Sportpark Rabenberg seine diesjährige Klausurtagung absolviert. Schwerpunktmäßig beschäftigte sich das LSB-Führungsgremium mit der Auswertung der Olympischen Spiele und Paralympics 2012. LSB-Vizepräsident Leistungssport Christian Dahms wertete in seinem Bericht das Auftreten der sächsischen Athletinnen und Athleten in London als erfolgreich. Den Bedingungen für das Training der Athleten gilt künftig besondere Aufmerksamkeit. Die leistungsstärksten Sportler müssten im Trainingsprozess konzentriert, die Trainersituation weiter verbessert werden. Der Landessportbund Sachsen wird darum in Zusammenarbeit mit den Landesfachverbänden eine verbesserte Entlohnung der Fachkräfte anstreben. Die neue Möglichkeit der dualen Trainerausbildung an der Universität Leipzig biete eine gute Chance für die Gewinnung von Trainernachwuchs. Das Präsidium bestätigte die neue Kategorisierung der Schwerpunktsportarten 2013-2016 sowie die Umsetzung der Talententwicklungsförderung in den kommenden beiden Jahren. Vorgestellt wurden Überlegungen zur weiteren Qualifizierung der Landesjugendspiele als eine der Kernveranstaltungen des Landessportbundes Sachsen, die seit 1993 (Sommersportarten) bzw. 1995 (Wintersportarten) zur Austragung kommen. Das Präsidium formulierte den Auftrag an die LSB-Geschäftsleitung, die Machbarkeit eines neuen Konzepts für die Durchführung der Spiele ab dem Jahr 2015 zu prüfen. Dabei soll die Ausrichtung auf dem Altersbereich des Grundlagen- und Aufbautrainings liegen, die Wettkämpfe weiterhin an einem zentralen Ort zu einem zentralen Termin stattfinden. Starten sollen Kreis- und Stadtauswahlmannschaften, die sich künftig über die jeweiligen Kreis-Kinder- und Jugendspiele qualifizieren sollen. Beschlossen wurde weiterhin die erneute Antragsstellung für das LSB-Projekt „Im Sport verein(t) durch Demokratie“ bei der Bundeszentrale für politische Bildung. In den ersten beiden Jahren des Projektes konnte der Landessportbund Sachsen sein Engagement auf dem Gebiet der Gewalt- und Extremismusprävention im Sport deutlich ausbauen. Mittlerweile arbeiten landesweit 16 qualifizierte „Demokratietrainer“, die für Referate und Workshops sowie als Ansprechpartner der Vereine und Verbände zur Verfügung stehen. Mit großer Zustimmung wurde die Konzeption zur Weiterentwicklung des Projekts „KOMM! in den Sportverein“ angenommen. Nachdem sich in den ersten Jahren des Projektes die Erwartungen bezüglich der Zahl der eingelösten Gutscheine insgesamt nicht erfüllt haben, richtet sich das Augenmerk zukünftig auf die Etablierung regionaler Netzwerke zur Bewegungsförderung für Kinder im Vorschulbereich und die Gruppe der über 50-Jährigen. Dafür sollen Regionalkoordinatoren in den Kreis- und Stadtsportbünden tätig werden, die bestehenden Regionaltrainer darüber hinaus die entstehenden Netzwerke für die Talentsichtung nutzen. Durch die Modifikation des Projektes solle ein neuer Akzent für die Erschließung weiterer Mitgliedergruppen gesetzt werden, bekräftigte LSB-Generalsekretär Ulf Tippelt. Diskutiert wurde außerdem zum Thema Sportfördergesetz. Mehrheitlich war das Präsidium der Auffassung, dass ein Sportfördergesetz nicht zwingend notwendig ist, wenn dafür grundlegende Bedingungen erfüllt sind: So müsse eine angemessene, nachhaltige Sportförderung des Landes gegeben sein; die Auszahlung der Förderung auf der Basis eines verwaltungsreduzierenden Zuwendungsvertrag erfolgen; den Kommunen die Möglichkeit gegeben sein, Sport – im Wesentlichen durch die Bereitstellung von Sportstätten – angemessen zu fördern; und bei Kommunen mit kritischer Haushaltslage eine restriktive Untersagung der kommunalen Sportförderung durch die Haushaltaufsicht unterbunden werden. Mittelfristig sei eine gesetzlich fixierte Grundlage anzustreben, die generell die Wertigkeit des organisierten Sports für die Gesellschaft festschreibt. Das Präsidium bestätigte einen ersten Entwurf zum Haushalt und zur Sportförderung 2013 und strebt die Verlängerung des Sportversicherungsvertrages mit der ARAG Sportversicherung an. In der neuen Vertragsfassung ist als qualitative Verbesserung der Einschluss einer obligatorischen Vermögensschadenhaftpflicht sowie einer Versicherung für Tätigkeits- und Eigenschäden der ehrenamtlichen und hauptamtlichen Risikoträger in den Vorständen der LSB-Mitgliedsorganisationen vorgesehen. Der Vertrag könnte nach Zustimmung des Hauptausschusses frühestens zum 01.07.2013 in Kraft treten. Die Vorbereitung des Landessporttages 2013 bleibt weiterhin Schwerpunktthema der Präsidiumsarbeit. Terminliche Festlegungen betreffen die Veranstaltung des LSB-Hauptausschusses am 22. März 2013 (Ort noch offen) sowie der elften Auflage der Landesseniorensportspiele am 13. September 2014.