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18. Oktober 2012

Schwerin war keine Reise wert

Pressemitteilung des HC Sachsen Neustadt-Sebnitz e.V.

Die Schützlinge von Daniela Filip warten immer noch auf ihren ersten Saisonsieg. Das Vorhaben in Schwerin zu punkten, ging am Sonntag gründlich daneben. Das 22:36 bedeutete sogar die höchste Niederlage in dieser Saison. Langsam wird es schwer, zu glauben, dass sich die Neustädter Frauenüberhaupt noch einmal so gut einspielen werden, dass Erfolge möglich sind. Zumal im Training und in den Spielen immer wieder Spielerausfälle zu beklagen sind. In Schwerin musste Trainerin Daniela

Filip ohne Melanie Baier und Petra Janeckova auskommen. Zudem waren Jenny Kolewa mit ihrer Verletzung aus der letzten Heimpartie und Martina Wiele (Hexenschuss) angeschlagen. So verteilte sich im Spiel die Hauptlast wieder nur auf wenige Spielerinnen. Mehr als Kampf und Krampf ist dann auch nicht zu erwarten. Da war es schon erstaunlich, dass die Rumpfsieben nach 10 Minuten mit 6:3 vorn lag, was schon die erste Auszeit des Gegners zur Folge hatte.

Für den HC Sachsen schien dies diesmal wie ein Schock zu wirken. Denn danach lief erstmal nichts zusammen und Schwerin setzte sich innerhalb von sechs Minuten ohne Gegentor mit drei Toren ab. Unverdrossen kämpften zwar die Gäste weiter, blieben dran und in Schlagdistanz, aber zur Umkehr des Spielstandes reichte es nicht mehr. Sportkoordinator Uli Sturm sah in der ersten Hälfte die beste Zeit seines Teams: „Die ging in Ordnung. Auch Anfang der Zweiten Hälfte ging es hin und her. Da dachte ich noch; Wenn wir eine Schippe drauflegen, dann könnte noch etwas gehen.“

Mit laufender Spielzeit musste er dann aber konstatieren, dass langsam die Luft ausging. Aber nicht etwa konditionell, sondern mental. Fünf Tore Differenz nach drei Vierteln der Spielzeit waren noch nicht alarmierend, aber wohl schon zu viel, um nochmals zurückzukommen. Es vergingen 8 Minuten ohne einen HCS-Treffer. Schwerin schenkte 5 ein (30:20).

Bis zum Abpfiff las sich die Bilanz noch erschütternder. Ganze 2 Tore warf Neustadt bei elf Gegentreffern. Sturm versuchte sich noch in einer Analyse: „Plötzlich war das nötige Selbstvertrauen weg, weil nichts mehr ging. Die vielen Konter machten uns zu schaffen. Hinten raus hatten wir nichtmehr zu unserem Spiel gefunden und es uns vorn einfach viel zu schwer gemacht.“ Ausdruck des Dilemmas waren wieder mal nur mäßige 22 Treffer. Anders gesagt: der HC Sachsen hat den derzeit schwächsten Ligaangriff. Zeit, daran zu arbeiten haben die Neustädter jetzt. Ihr nächstes Punktspiel

steht erst am 28. Oktober an, im heimischen Sportforum gegen Henstedt-Ulzburg. (Eberhard Neumann, Sächsische Zeitung)