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9. Oktober 2012

Punkteteilung am 4. Spieltag

Pressemitteilung des HC Sachsen Neustadt-Sebnitz e.V.

In die Begegnung mit dem neu formierten Bundesligaabsteiger MTV 1860 Altlandsberg am gestrigen Sonntagnachmittag im Sportforum Neustadt gingen die Gastgeber eigentlich mit der Zielvorgabe, die ersten beiden Punkte in der laufenden Spielzeit einzufahren. Mit der Schlußsirene freute sich das ganze Team dann über immerhin noch einen Punkt. 48 Sekunden vor Ende der Partie zeigte die Anzeigetafel ein in der verbleibenden Spielzeit fast uneinholbares 19:21 an und jeder auf den gut besuchten Rängen dachte bereits, dass es heute wieder nichts werden würde. Aber durch einen an Nicole Eckhardt verursachten und von Heidi Møller Jensen nervenstark verwandelten Siebenmeter, sowie den unmittelbar anschließenden Ballgewinn von Dominika Tvrdonova, den sie blitzschnell und passgenau zum Abspiel auf die zum Konterlauf ansetzende Anne Zimmermann nutzte, den diese wiederum unwiderstehlich zum 21:21-Endstand abschloss, gab es doch noch Anlass zum Jubel.

Das Spiel gegen den Ex-Zweitligisten nahmen die Gastgeber deutlich wacher auf als die letzten Partien gegen Berlin und Owschlag. Die Filip-Damen waren so von Beginn an auf Augenhöhe dabei und, vor allem, sie agierten statt zu reagieren. Und so stand es nach knapp 10 Spielminuten 4:4 und die HC Sachsen-Damen liefen nicht wieder einem frühen Rückstand hinterher. Auch im weiteren blieb man dran. Die 6:4-Führung der Brandenburgerinnen nach 15 Minuten wurde durch 2 schnelle Tore in Folge von Janeckova egalisiert. Auch als die Damen von Gästecoach Randolph Weyland kurz vor der Halbzeit nochmals mit einem Tor in Führung gingen (8:9, 27.) ließen die Sachsinnen nicht locker, sondern antworteten ihrerseits mit Toren von Tvrdonova und Møller Jensen. Der Altlandsberger Coach griff bei 28:57 zur grünen Karte – Timeout. Gebracht hat das allerdings nichts, jedenfalls nicht den MTV-Akteurinnen. Durch ein weiteres Tor von Janeckova gelang es den Gastgebern vielmehr, zum 11:9-Pausenstand zu erhöhen.

Nach der Pause, die seit Beginn der neuen Saison 15 statt 10 Minuten beträgt (was, außer der Gastronomie vielleicht, nicht vielen gefällt), agierte das Team um Kolewa und Møller Jensen weiter entschlossen und konnte in der 39. Minute erstmals auf 3 Tore vorlegen. Aber für nochmal eine vielleicht vorentscheidende Schippe obendrauf reichte es leider nicht. Statt sich nun konzentriert daran zu machen, die Tordifferenz weiter auszubauen oder mindestens zu halten, gaben die Sachsen übermotiviert einige Bälle allzu leichtfertig aus der Hand und schon in der 40. Minute erzielte Annika Fleck das 14:13 für Altlandsberg. Doch die HC Sachsen- Damen konnten nach dieser kurzen Konfusion nochmal anziehen und schafften erneut die Führung. Zum letzten Mal in diesem Spiel allerdings. Denn die beiden torgefährlichsten Spielerinnen des MTV, Sylvia Kalina (5) und Sophie Lüttke (7) sowie Franzika Chmurski brachten Altlandsberg im Dreierpack-Re-Break wieder 16:17 in Führung. Der Gast konnte sich aber ebenfalls nicht weiter distanzieren. Bis zur 50. Minute (19:19) blieb es ein technisch sicherlich nicht hochklassiges, aber spannendes und engagiert geführtes Spiel auf Augenhöhe, ehe wiederum Kalina und Lüttke aufgrund offensiver Fehler der Filip-Damen zum 19:21 erhöhten. Die nächsten hektischen 5 Minuten lief auf beiden Seiten bei jeweils zupackender Defensive im Angriff wenig zusammen, die Gäste nahmen erneut ihren Team-Time out (57.) Was MTV-Coach Weyland seinen Damen dort mit auf den Weg in die letzten 3 Minuten gegeben hat ist nicht überliefert. Sicherlich natürlich nicht, sich in der letzten Minute noch abfangen zu lassen…

Zu erwähnen bleibt die etwas unrühmliche Disqualifikation von HC Sachsen-Heißsporn Petra Janeckova, die sich nach einigen Provokationen leider zu einer unsportlichen Tätlichkeit hinreißen ließ. Temperament hin, Temperament her, so was sollte man in dieser Spielklasse natürlich schon im Griff haben. Die Disqualifikation erfolgte mit Bericht, was nach sich zieht, dass Petra Janeckova die nächsten zwei Spiele nur als Beobachterin dabei sein wird.