Aktuelle Infos


5. September 2012

Ein Schritt zu weit

Der Großteil von Sportveranstaltungen wird im Ehrenamt organisiert. Man kann vor diesen Frauen und Männern immer wieder nur den Hut ziehen und Danke sagen. Sie sind mit Begeisterung dabei, engagieren sich für ihren Verein, ihre Gemeinde. So geschehen auch beim 3. Mühlbacher Landschaftslauf des SV Sachsen Müglitztal am letzten Sonntag. Der halbe Verein und viele weitere fleißige Helfer waren auf den Beinen, wie Vorsitzender Klaus Petzsch stolz berichtete. 260 begeisterte und zufriedene Läufer waren eigentlich der Lohn für die große Mühe bei der langen Vorbereitung und die Durchführung der Veranstaltung. Teilnehmerrekord und 3 neue Streckenrekorde sind ein eindeutiger Beleg dafür sowie das Lob über Organisation und Durchführung der teilnehmenden Läufer und Läuferrinnen aus Brandenburg, Thüringen und Sachsen.

Doch in der Öffentlichkeit wurde durch die Presse der Eindruck erweckt, dass der Angriff von Hornissen auf einen kleinen Teil der Läufer und der Einsatz von Rettungshubschrauber und Notarzt das Highlight der Veranstaltung gewesen wäre. So schlimm dieser Zwischenfall auch gewesen ist, in der Berichterstattung auf den sportlichen Teil der Veranstaltung überhaupt nicht einzugehen, ist ein Schlag ins Gesicht der Organisatoren und vielen fleißigen Helfern.

Soweit darf Pressefreiheit nicht gehen. Dass nun aus verständlichem Frust über diese Art und Weise der Berichterstattung der Cheforganisator Christian Hamann seinen Rückzug angekündigt hat, darf nicht so einfach hingenommen werden.

Damit ist keinem geholfen. Weder dem SV Sachsen Müglitztal, der in den letzten drei Jahren eine Veranstaltung auf die Beine gestellt hat, die sich wachsender Resonanz erfreut, noch den Ehrenamtlichen die sich diskreditiert fühlen.

Sollte es keinen 4. Mühlbacher Landschaftslauf geben, würde in der sportlichen Landschaft unseres Landkreises ein wichtiger Farbtupfer fehlen. Das kann doch nicht gewollt sein. (WoVo)