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31. August 2012

Ohne unsere „Joker“ läuft nichts im Verein

Am Freitagabend standen in Dresden wieder verdienstvolle Frauen und Männer im Rampenlicht, die sonst eher nicht den großen Trubel um ihre Person mögen. Mit ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit, die oftmals schon über Jahrzehnte geht, sorgen sie aber wie selbstverständlich dafür, dass das Vereinsleben nicht zum Erliegen kommt. Sachsens Innen- und Sportminister Markus Ulbig, nahm sich selbst die Zeit, um im Hotel „Hilton“ all diesen  Enthusiasten aus den Bereichen Sport, Heimatpflege, Laienmusik und Schule persönlich Dankeschön zu sagen.

Innenminister Markus Ulbig: „Vereine und Projekte leben von freiwilligem ehrenamtlichem Engagement ihrer Mitglieder. Diese Menschen opfern freie Zeit, arbeiten mit viel Liebe und Kraft. Sie leisten Großes. Dafür bewundere ich alle. Vereine sind das Bindemittel der Gesellschaft. Der Preis „Joker im Ehrenamt“ ist eine tolle Möglichkeit, öffentlich ‚Danke’ zu sagen. Solche Worte bleiben zu oft unausgesprochen. Mein Dank gilt allen ehrenamtlich Engagierten, auch den nicht prämierten.“

Bei den vorgetragenen Laudationes verspürte so mancher der Geehrten einen Kloß im Hals oder musste mit den Tränen ringen. In Zeitraffer wurde noch einmal deutlich, welches persönliche Engagement die Frauen und Männer im Laufe ihres oft bewegten Lebens gezeigt haben.     

Mit der Überreichung des „Joker im Ehrenamt“ gab es die entsprechende Würdigung. Die Auszeichnungsveranstaltung fand nun schon zum 17. Mal statt.  Bisher immer unter Regie des Kultusministeriums, diesmal gemeinsam mit dem Innenministerium, das seit April dieses Jahres auch für den Sport zuständig ist. Zu den geehrten Sachsen gehören auch drei Sportfreunde aus unserem Landkreis.

 

Reinhard Kleinert (58/Sportverein Hermsdorf).

Sein Vorsitzender Werner Orbanz schwärmt in höchsten Tönen von ihm: “Seit 40 Jahren ist Reinhard Mitglied im Vorstand unserer Sportgemeinschaft. Sein unermüdlicher Einsatz bei der Lösung besonders wichtiger Probleme machte ihn zur Integrationsfigur des Hermsdorfer Sport.“ Sein großes Engagement gilt dem Fußball. 1972 erwarb er die Übungsleiterlizenz, die er bis zur Stufe 3 ausbaute. Zwischen 1972 und 2008 betreute er die 1. bzw. 2. Fußballmannschaft. Seit nunmehr 20 Jahren ist er als Zeugwart und Objektverantwortlicher für die Ordnung im und um das Vereinsheim zuständig, das in den Jahren 2005/2006 unter seiner Leitung umfassend saniert und modernisiert wurde. Vieles andere was in den letzten Jahren auch noch in Hermsdorf entstanden ist, trägt seine Handschrift. So die Installation einer Flutlichtanlage, das Aufstellen von Wetterschutzkabinen oder das Errichten eines Ballfangzauns. Hilfreich ist dabei ohne Frage seine Tätigkeit im Gemeinderat. Sportlich hält er sich neben dem Fußball u.a. bei Laufwettbewerben über längere Strecken und bei regionalen Wettbewerben im Skilanglauf fit.      

Steffen Jackstien (49/Königsteiner Volleyball-Gemeinschaft).

Seit fast 30 Jahre ist er jetzt Mitglied bei den Königsteiner Volleyballern, die letzten zehn Jahre davon als Vorsitzender. Dr. Holger Wegner vom Vorstand:“ Steffen Jackstien hat nach seiner Wahl zum Vorsitzenden den Verein organisatorisch und rechtlich auf eine sichere Basis gestellt.“ Dabei hatte er gleich in seiner Anfangszeit große Probleme zu bewältigen. Denn im Sommer 2002 wurde auch der Verein von der Jahrhundertflut stark in Mitleidenschaft gezogen. Da war sein Engagement gleich in besonderer Weise gefragt. Er krempelte als Erster die Ärmel hoch und gab den Takt vor. Entstanden ist in dieser Zeit auch ein Vereinsgelände mit eigenem Beach- und Hartplatz. Als Spieler war und ist Jackstien Leistungsträger der 1. Männermannschaft, die über mehrere Jahre in der Regionalliga, der dritthöchsten deutschen Volleyballklasse, spielte. Inzwischen trainiert er auch die Frauenmannschaft, der in diesem Jahr den Aufstieg in die Bezirksklasse gelang. Ein großes Ziel für ihn ist ebenfalls die Förderung der Jugendarbeit, denn nur so kann die Basis für die einzelnen Teams gestärkt werden.  

Dr. Rolf Heinemann (75/Sächsischer Turnverband). 

In der Laudatio über ihn heißt u.a. : „Als ehemaliger erfolgreicher Orientierungsläufer (DDR-Nationalmannschaft) ist er stets dem Sport in verschiedenen ehramtlichen Funktionen verbunden geblieben. Dabei steht die Förderung der Jugend und des Nachwuchses insgesamt an vorderster Stelle.

Insbesondere seine Erfahrungen als erfolgreicher Unternehmer und Sponsor setzt er für die Förderung und Weiterentwicklung des Sports in Sachsen als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ein. Er ist seit vielen Jahren Organisator von Wettkämpfen bzw. Mitglied in leitenden Gremien des Orientierungslaufes.

Zusätzlich erweist er sich als aktiver Förderer der Bedingungen des nordischen Skisports und des Biathlon in der Region Zinnwald/Altenberg.

Sein Motto: „Als Sportler bin ich daran interessiert, der Jugend Wege zu weisen, und dafür zu sorgen, dass sie nicht abwandert.“ Er ist Vorbild für die junge Generation und erhielt diverse Auszeichnungen der Sportorganisation. (WoVo)