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28. Mai 2012

Bronze für Heidenaus Floorball-Damen

Am Pfingstwochenende hatten die besten Floorballspielerinnen Deutschlands vom Pestalozzi-Gymnasium in Heidenau Besitz ergriffen. 8 qualifizierte Mannschaften aus dem gesamten Bundesgebiet ermittelten den Deutschen Meister. Der Modus war übersichtlich aber für die Damen sehr anstrengend. In 2 Gruppen zu je 4 Teams spielten am Sonnabend zunächst in der Vorrunde die Mannschaften gegeneinander. Bei 2 x 20 Minuten Spielzeit im allerhöchsten Tempo mit spielplanbedingten längeren Pausen war das eine große Herausforderung an die Frauen. Das letzte Spiel wurde 20.00 Uhr angepfiffen. Die beiden bestplatzierten Mannschaften beider Gruppen ermittelten dann am Sonntag im Überkreuzvergleich die Teilnehmer der Partie um den 3. Platz und um den 1. Platz.

Neben den Mannschaften MFBC Wikinger Grimma, UHC Sparkasse Weißenfels, SG Berlin, ETV Hamburg, BW Aasee, TV Eiche Horn und dem Kieler Floorball Klub waren als Gastgeber auch die Damen vom SSV Heidenau dabei. 

Die SSV-Damen mussten sich in ihrer Gruppe mit Grimma, Hamburg und Aasee auseinandersetzen. Gleich das erste Spiel gegen Grimma wurde zum Krimi. Eine zwischenzeitliche 2-Tore-Führung des SSV wurde von den Grimmaerinnen schnell egalisiert und ihrerseits in eine Führung umgewandelt. Besonders hervorgetan hat sich dabei die später als beste Spielerin ausgezeichnete Anna-Marie Mietz von Grimma, die den Heidenauerinnen immer wieder entwischte. Das Aufbäumen der SSV-Damen wurde am Ende mit einem verdienten Unentschieden belohnt. Die 2. Partei in der Vorrunde gegen den ETV Hamburg ließ an Spannung nichts zu wünschen übrig. Dabei wurden die Nerven der Heidenauer Anhänger mehr als strapaziert, denn auch hier geriet der SSV mit 2 Toren in Rückstand, ehe die Heidenauerinnen innerhalb 5 Minuten eine 6:5-Führung herausschossen. Am Ende wurde der Sieg mit tollem Einsatz aller Spielerinnen über die Zeit gerettet. Überragend hielt wieder einmal Kathleen Schmelzer im Heidenauer Tor.

Die letzte Vorrundenbegegnung gegen BW Aasee musste unbedingt gewonnen werden um in das Halbfinale einzuziehen. Entsprechend motiviert gingen die SSV-Damen in das wichtige Spiel. Mit konzentrierte Aktionen wurde mit der 4:0-Führung gleich ein Achtungszeichen gesetzt. Die Damen von BW Aasee mühten sich redlich, konnten dem SSV aber nicht Paroli bieten. Der sicherte sich mit dem 9:2-Sieg den Einzug ins Halbfinale. Das musste gegen den Topfavoriten UHC Sparkasse Weißenfels bestritten werden.

Weißenfels hatte sich mit deutlichen Siegen gegen SG Berlin (17:4), TV Eiche Horn (12:3) und den Kieler Floorball Klub (20:5) souverän durchgesetzt. Die Kieler Damen gewannen ihre Spiele gegen Eiche Horn (8:3) und SG Berlin (10:8) und waren damit als Tabellenzweiter für das Halbfinale qualifiziert. 

Im ersten Halbfinalspiel setzte sich Grimma gegen Kiel nach erbittertem Kampf mit 6:5 knapp durch und zog in das Finale ein.

Der Gastgeber SSV Heidenau hatte im 2. Halbfinalspiel gegen die übermächtigen Weißenfelserinnen  trotz riesigem Einsatz keine Chance. Der Favorit spielte abgeklärter mit genauen Pässen die Tore heraus. Als Trost mag gelten: Die Heidenauer erreichten gegen die Weißenfelser, im Vergleich zu deren anderen Gegnern, mit der 7:2-Niederlage mit nur 5 Toren Differenz das beste Ergebnis im Turnier.

  

Das Platzierungsspiel um den 7. Platz gewann die SG Berlin gegen BW Aasee mit 6:3.

Um Platz 5 setzte sich der ETV Hamburg gegen TV Eiche Horn ebenfalls mit 6:3 durch.

 

Das Erreichen der Zielstellung der Gastgeberinnen, eine Medaille zu erobern, konnte nur mit einem Sieg gegen Kiel im kleinen Finale um Platz 3 erreicht werden. Mit starkem Willen und großer Zielstrebigkeit nahmen die SSV-Damen diese Aufgabe in Angriff. Die Bemühungen wurden schnell mit Toren belohnt, der SSV führte bereits nach 8 Minuten mit 4:0. Der Anschlusstreffer zum 4:1 brachte die Heidenauerinnen nicht aus dem Rhythmus. Die Begeisterung der Fans auf der Tribüne trug die Heimmannschaft zum 11:3-Erfolg. Der Jubel bei den Spielerinnen und bei den Fans war verständlicherweise groß.

Im abschließenden Finale demonstrierte der UHC Sparkasse Weißenfels gegen Grimma noch einmal seine überragenden spielerischen Fähigkeiten und ließ dem Kontrahenten nicht die Spur einer Chance. Mit 13:2 wurden sie verdient Deutscher Floorballmeister 2012 auf dem Kleinfeld.

Die abschließende Siegerehrung, vorgenommen vom 1. Beigeordneten der Stadtverwaltung Heidenau Jürgen Opitz, war noch einmal ein stimmungsvoller und emotionaler Höhepunkt.  Das Turnier um die Deutsche Meisterschaft der Damen im Floorball Kleinfeld 2012 in Heidenau war eine Werbung für den Floorballsport.  Ein herzlicher Dank geht an alle beteiligten Sportlerinnen, Trainer, Schiedsrichter, Organisatoren und Helfer und an den Ausrichter SSV Heidenau für diese gelungene Veranstaltung. (SSV Heidenau)

 

Für den SSV spielten: Kathleen Schmelzer im Tor, Cornelia Buhle, LisaHansel, Marina Helas, Romy Hilbert, Franziska Kuhlmann, Anja Pesch, Julia Pradel, Tanja Schumann, Maria Seidemann.