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2. April 2012

Innenminister Markus Ulbig zu Gast beim LSB-Hauptausschuss

Pressemitteilung des Landessportbundes Sachsen e.V.

Die Hauptausschusssitzung des Landessportbundes Sachsen stand im Zeichen politischer Veränderungen im Land. In deren Kontext verfügte Ministerpräsident Tillich auch den Wechsel des Sports aus dem Ressort des Kultusministers in die Zuständigkeit des Innenministeriums, der ab dem 1. April in Kraft trat.

Dass Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU), trotz seines prall gefüllten Terminkalenders und noch vor der offiziellen Übernahme des Sports in seinen Amtsbereich, am Freitag Abend seinen Weg nach Leipzig fand, um dem Hauptausschuss des Landessportbundes in der Sportschule „Egidius Braun“ einen Besuch abzustatten, war mehr als nur eine formale Geste. Ohne sich auf konkrete Zahlen festlegen zu lassen, signalisierte Minister Ulbig in seinem Grußwort die Bereitschaft, sich langfristig und konstruktiv für den Sport in Sachsen zu engagieren, die entsprechenden Rahmenbedingungen zu erhalten bzw. zu verbessern. Der Innenminister ließ keinen Zweifel daran, dass er sich mit Elan und Verantwortungsbewusstsein seinem neuen Aufgabenbereich stellen wird.

LSB-Präsident Eberhard Werner äußerte Freude über den Besuch von Minister Ulbig und die Einladung zum Auftaktgespräch am 2. April in Dresden. Er nutze die Gelegenheit aber auch, um dem ehemaligen Kultus- und Sportminister Prof. Wöller und seinen Mitarbeitern für die gute Zusammenarbeit in den letzten Jahren zu danken. Außerdem berichtete LSB-Präsident über politische Spitzengespräche, die der Landessportbund in den vergangenen Wochen und Monaten geführt hatte – primär mit dem Ziel, im nächsten Doppelhaushalt ein Fördermittelbudget zu sichern, das den Aufgaben und dem andauernden Wachstum des Landessportbundes Sachsen angemessen ist. Mittel- und langfristig sei es jedoch vor allem darum gegangen, die gesellschaftliche Bedeutung des Sports deutlicher in der Politik und bei den Entscheidern über die Vergabe von Fördermittel zu verankern. Der Sport solle stärker und „ressortübergreifend“ in die Mitte der Gesellschaft rücken, betonte Eberhard Werner. Sportstrukturen müssten akzentuiert gestärkt und moderat erweitert werden. Dazu seien höhere investive und konsumtive Zuwendungen notwendig, führte er weiter aus.

 

Der Landessportbund Sachsen wächst weiter

Auch in diesem Jahr konnte LSB-Präsident Eberhard Werner in seinem Bericht an den Hauptausschuss den ungebrochenen Wachstumstrend des sächsischen Sports und die erfolgreiche Arbeit des Landessportbundes eindrucksvoll belegen. Der Zuwachs von insgesamt 10.741 Mitgliedern führte zu einem neuen Rekord: inzwischen sind 588.386 Bürgerinnen und Bürger in einem der 4488 Sportvereine des Landessportbundes Sachsen organisiert. Für ihren Anteil an dieser Entwicklung sprach Eberhard Werner den vielen ehrenamtlichen Übungsleitern, Betreuern und Trainern sowie den Vereinsvorständen und Abteilungsleitern Anerkennung und persönlichen Dank aus.

Die Bedeutung dieses Wachstums im Sport wiegt umso schwerer, da es entgegen dem rückläufigen Bevölkerungstrend und entgegen der Mitgliederzahlen anderer wichtiger gesellschaftlicher Organisationen wie Parteien, Kirchen und Gewerkschaften erfolgt. „Der Sport ist derzeit die einzige gesellschaftlich bedeutsame Organisation, die weiterhin wächst. Diese Tatsache muss in Zukunft maßgeblich die Diskussion um die Höhe des zukünftigen Sportförderbudgets prägen!“ forderte Eberhard Werner. Der Hauptausschuss genehmigte einstimmig den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2011 und gewährte dem LSB-Präsidium damit Entlastung für diesen Zeitraum. Der Etat für 2012 wurde ebenso einstimmig bestätigt.

 

Ausblick

Eberhard Werner benannte und erläuterte die Ziele der weiteren Sportentwicklung in Sachsen: die Etablierung eines wirkungsvollen Netzwerkes – sowohl zur Bewegungsförderung aller Kinder und sportbegabten Talente als auch im Sinne des aktiven und gesunden Alterns, eine Verstärkung der Bemühungen um qualifiziertes Trainerpersonal und eine Anpassung der Sportinfrastruktur an die Anforderungen des modernen Sportbetriebs mit Hilfe entsprechender Sportstättenleit- und Regionalplanungen.

 

Ehrung der Wettbewerbssieger

Natürlich ehrten LSB-Präsident Eberhard Werner und die Vertreterin der Frauen im Sport, Barbara Lehmann, auch in diesem Jahr die Gewinner des Wettbewerbs „Frauen und Mädchen im Sport“. In der 7. Auflage des Vereinswettbewerbs gab es in allen drei Kategorien eine Rekordbeteiligung zu verzeichnen. „Insgesamt 44 Bewerbungen hatte die Jury zu begutachten.“, stellte die LSB-Vizepräsidentin Breitensport, Dr. Petra Tzschoppe, erfreut fest.

Ausgezeichnet wurden: in der Kategorie „bis 200 Mitglieder“ der Einspartenverein LTTV „Leutzscher Füchse“ 1990 e. V, in der Kategorie „bis 500 Mitglieder“ der LSV Niesky e. V. sowie in der Kategorie „über 500 Mitglieder“ die TSG Markkleeberg von 1903 e. V..

 

Olympische Jugendspiele

In seinem abschließenden Referat gewährte LSB-Generalsekretär Dr. Tippelt dem LSB-Hauptausschuss in Bild und Ton einen Blick in die Welt der Olympischen Jugendspiele. Er verwies auf das hohe Niveau und das enorme Motivationspotential der Veranstaltung für Nachwuchssportler aus aller Welt. Sie dienten den Verbänden außerdem als willkommenes Testfeld für neue Wettkampfformate und Disziplinen.