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19. März 2012

HSV-Faustballmänner verpassen Bronze

Als Süddeutscher Vizemeister reiste der Heidenauer SV ins mittelrheinische Kirchen an der Sieg, um dort gegen die besten Ü 35-Mannschaften Deutschlands zu bestehen. In der Vorrundengruppe B hieß der erste Gegner FFW Offenburg. Nach leichten Anlaufschwierigkeiten erfüllte der HSV mit 11:8 und 11:7 die Pflichtaufgabe zum 2:0- Sieg. Dann stand mit dem TuS Essenrode aus Niedersachsen ein vermeintlich leichterer Gegner auf dem Platz. Den ersten Satz gewann Heidenau knapp mit 13:11, doch der Zweite wurde locker mit 11:3 eingefahren. Nach einer längeren Pause, in der die Gruppe A ihre Spiele fortsetzte, mußte der HSV gegen den Serienmeister TSV Hagen ran. Deren Angreifer machte sofort Druck, doch Heidenau konnte mit guten Aktionen gegenhalten, aber letztlich die 8:11- Niederlage nicht verhindern. Im zweiten Satz wuchs Heidenau dann über sich hinaus und siegte mit 11:8 zum 1:1- Unentschieden. Bei dem sollte es auch bleiben, da in der Vorrunde nur auf zwei Sätze gespielt wurde. Im Abschlussspiel stand der Angstgegner VfK Berlin gegenüber. Heidenau brauchte für Platz 2 unbedingt ein Unentschieden und wollte den Fluch auch endlich abschütteln. Nach einem Superstart sah es bei einer 7:3- Führung gut aus, aber der Sieg wurde noch mit 9:11 aus der Hand gegeben. Mit neuer Motivation ging es in den zweiten Satz, der absolut dramatisch verlief. Wieder führte Heidenau ständig, doch winzige Abstimmungsfehler führten zum 10:11- Rückstand. Der HSV gab nicht auf und drehte den Satz noch mit spektakulären Aktionen und Kampf zum 14:12- Sieg. Dieser brachte den wichtigen zweiten Gruppenplatz hinter dem TSV Hagen, denn Heidenau wollte am Sonntag im Überkreuzvergleich dem amtierenden Meister TV Eibach 03 aus dem Weg gehen. 

Das war somit gelungen und der neue Gegner hieß TV Wünschmichelbach aus Baden, welcher in der Gruppe A Dritter geworden

war. Konzentriert begann Heidenau und legte gleich einen 11:8-Sieg vor. Die Badener gaben sich nicht geschlagen und gewannen

den zweiten Satz mit 11:8. Da in allen Sonntagspielen eine Entscheidung her mußte, ging es in den den dritten Satz. Heidenau

ließ jetzt nichts anbrennen und überrollte Wünschmichelbach mit der Höchststrafe, einem 11:0- Erfolg. Mit diesem 2:1- Sieg zog der

HSV umjubelt ins Halbfinale ein. Mit dem bestens bekanntem NLV Stuttgart-Vaihingen wartete dort der Deutsche Vizemeister des

Vorjahres. Der HSV mobilisierte alle Kräfte und hatte beim 9:9 durch einen eigenen Angriff die Chance in Führung zu gehen.

Diese wurde durch einen Eigenfehler vertan und Vaihingen legte gleich nochmal nach zum 11:9. Heidenau kämpfte tapfer weiter

im zweiten Satz, aber es fehlte auch etwas das Glück. Wieder siegten die Stuttgarter mit 11:9 zum 2:0 und zogen ins Finale ein.

Dem Heidenauer SV blieb somit das Spiel um Platz drei gegen den TSV Hagen, welcher sein Halbfinale gegen den TV Eibach verloren

hatte. Heidenau versuchte auch mit Umstellungen nochmal alles, aber das lange Turnier hatte viel Kraft gekostet. Hagen spielte seine

Klasse aus und hatte immer die Nase vorn. Mit 7:11 und 5:11 hielt Heidenau die Niederlage noch in Grenzen, hatte aber den Bronze-

platz verpasst. Trotzdem konnte der HSV in diesem hochkarätigen Starterfeld viele Sympathien ernten und für gute Schlagzeilen sorgen.

Deutscher Meister wurde erstmalig der NLV Vaihingen durch einen 2:0- Sieg über den TV Eibach.

HSV-Spieler: Uwe Jänichen, Dirk Hocher, Heiko Fischer, Thomas Kühne, Marchel Bock, Mike Braune, Holger Martin. Trainer: Torsten Martin. (Torsten Martin)