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17. März 2012

Oha! -ein Harzer Brocken

Pressemitteilung des HC Sachsen Neustadt-Sebnitz e.V.

Nach zuletzt zwei Heimspielen in Folge geht es für Bärbel Wessel und ihre Damen in Liga 3 nun wieder 350 km in die Ferne. Die F1 des HC Sachsen tritt als Tabellenzehnter (18:22 Punkte) am Sonntag, 18. März, 16.30 Uhr, bei der heimstarken HSG Osterode Harz an, dem mit ausgeglichenen 20:20 Punkten dann doch nicht soweit entfernten Tabellenachten. „Eine schöne Leistung war das, wichtig für Moral und Stimmung“, meinte HSG-Trainer Frank Mai nach der zurückliegenden, deutlich gewonnenen Begegnung mit dem Tabellenvorletzten und bereits feststehenden Absteiger, der SpG Bandits Magdeburg, schon vorausblickend auf das Duell mit dem HC Sachsen. Der HSG-Trainer räumte aber auch ein, dass man den Gegner des vergangenen Wochenendes wohl vor dem Spiel mehr oder weniger schon als geschlagen betrachtete und die Sache daher in den ersten Minuten etwas zu leicht nahm. Dies passiere oft, wenn von der Papierform her alles klar ist, erklärte der HSG-Coach.

Bärbel Wessel und ihre Damen sollten aber taktisch nicht darauf spekulieren, dass sich auch am kommenden Sonntag bei den Gastgebern noch mal Überheblichkeit einschleicht und dort mit einer flapsigen Einstellung ins Spiel gegangen wird, locker-flockig einen handballerischen Spaziergang absolvieren zu wollen. Auch nicht, wenn auf einigen Positionen nicht die gesetzten Stammspielerinnen der HSG auflaufen. So konnte zuletzt Sylvia Bachrata wegen Fieber nach der Pause in Durchgang zwei nicht mehr auflaufen. Für sie sprang Maria Takasc ein und legte eine tadellose Leistung hin. Das blieb aber nicht die einzige Umstellung, die HSG-Coach Mai in seiner Stammformation vornehmen musste. Auch Isabel Marienfeld begann auf Kreismitte für die angeschlagene Denise Kubsda und Jana Seegers auf der rechten Außenposition. All diese Veränderungen taten aber dem Zusammenspiel und Rhythmus der HSG-Damen keinen Abbruch – einen Gang hochgeschaltet und in Fahrt gekommen stand es zur Pause 19:7 für Oha!

Beim HC Sachsen sind bei schmalbesetzter Bank die Variations-und Rotationsmöglichkeiten dagegen empfindlich eingeschränkt. Außenwirbel Petra Janeckova, am Sprunggelenk verletzt, hat den Fuß immer noch im Gips. Anne Zimmermann muss arbeitsbedingt passen. Allerdings ist das für die Sachsen-Damen keine neue Situation, denn seit dem Herbst sind Verletzungen und Ausfälle beständige leidige Saisonbegleiter. Man kann es also mit Galgenhumor sagen: vor größere Probleme als bisher ist das HC Sachsen-Team am Sonntag nicht gestellt. Und die arge Kadernot hat das Team zumindest eng zusammengeschweißt. Weshalb man ja auch für positive Überraschungen durchaus gut war. Und ganz rund lief die Saison bei den sonntäglichen Gastgebern, die das Hinspiel in der „factum arena“ glücklich für sich entscheiden konnten, ja auch nicht – immerhin wurden sie vor der Saison noch als Meisterschaftsaspirant gehandelt.