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2. März 2012

Das letzte Drittel…

Pressemitteilung HC Sachsen

…der Spielzeitzeit 2011/2012 in der 3. Bundesliga der Handballfrauen, Staffel Ost, wird mit dem 19. Spieltag am kommenden Wochenende eingeleitet. Das Tabellenbild hat mittlerweile klare Struktur angenommen. Vorjahrsmeister Blomberg 2, aufgrund Verletzungen von Leistungsträgerinnen etwas holprig in die Saisongestartet, ist nach 12 ungeschlagenen Spielen in Folge und Schwächeln der bisherigen Verfolger auf dem besten Weg, sich den Titel erneut zu sichern. Das obere Mittelfeld reicht von Platz 2 bis 6, das untere von Platz 7 bis 11, Hildesheim, Magdeburg-Barleben und Burgdorf werden mit einem Rückstand von derzeit 10 und mehr Punkten auf den rettenden Platz 11 den Abstieg wohl nicht mehr vermeiden können. Da in den beiden Mittelfeldblöcken die Teams jeweils eng zusammenliegen, wird das letzte Saisondrittel gehäuft durch Aufeinandertreffen geprägt sein, bei denen es unmittelbar „um die Plätze“ geht.

So auch die sonntägliche, ab 16:00 Uhr in der „factum arena“ im Sportforum Neustadt anberaumte Begegnung zwischen der gastgebenden F1 des HC Sachsen und der ihren Saisontrip ins „Erzgebirge“ 😉 absolvierenden HSG Union 92 Halle aus Ostwestfalen. Im letzten Jahr war es ein Liga-Spitzenspiel, sowohl, was die Tabellenposition anbelangte, als auch, was die Damen beider Teams dann auf dem Feld boten. In diesem Jahr empfängt der Tabellenzehnte den zwei Punkte dahinterliegenden Tabellenelften. Von den ursprünglichen Saisonerwartungen, die jeweils von einer Platzierung unter den ersten fünf ausgingen, haben beide deutliche Abstriche vornehmen müssen, denn beide hatten vor allem langwierige Verletzungen tragender Spielerinnen wie auch immer wieder kurzfristige Ausfälle zu beklagen. Unter diesen, der Kontinuität der Teamleistung nicht zuträglichen Umständen schwankten die Auftritte dann doch stark, in Halle ging sogar bis letzte Woche die Angst vor dem Sturz in die Viertklassigkeit um. Denn mit einer niederschmetternden 22:42-Heimniederlage gegen den bestens in der Liga angekommenen Aufsteiger Oschatz hatten die Damen von Coach Zygfryd Jedrzej Ende Januar des neuen Jahres wohl den absoluten Formtiefpunkt erreicht. Nichts schien mehr zu gehen. Da kamen Spielpause und Burgdorf und Hildesheim als „Aufbaugegner“ wohl gerade noch recht. Mit den zwei Siegen gegen Teams aus dem Tabellenkeller wurde das Abstiegsgespenstverscheucht und es sollen nunmehr Mühlsteine von der gebeutelten Haller Handballseele abgefallen sein.

Reichte zurückliegend gegen ein schwaches Hildesheim eine glanzlose Vorstellung, soll es nun in den letzten Saisonwochen „noch einige Male“ zu „positiven Überraschungen“ kommen, so Jedrzej, und vor allem in den Heimspielen wolle man besseren Handball zeigen.

Diesen letzten Vorsatz haben sich auch Bärbel Wessel und ihre Damen so ähnlich auf die Fahne geschrieben. Denn in der Heimweste sind schon ein paar Löcher, die so nicht unbedingt vorgesehen waren. Während der Gast aus Halle zuletzt mit Katrin Thiede, Edda Sommer und Sina Speckmann vor allem seinen torgefährlichen Rückraum aufbieten konnte und die Bank auch wieder gut besetzt war, plagen Bärbel Wessel allerdings unvermindert Aufstellungssorgen. Ob mehr als die 9 Spielerinnen, wie zuletzt in Burgdorf, auflaufen können ist sehr fraglich. Da müssen also Erfahrung, Routine und Kampfgeist von denen, die auf dem Feld stehen, wiedereiniges wettmachen. Zumal, das ist ja kein Geheimnis, die unerwartete 24:26-Hinspielniederlage seiner Union-Damen Coach Jedrzej ziemlich gewurmt hatte. Aber mit dem Engagement, mit dem die gutklassigen Heimspiele des neuen Jahres gegen Blomberg 2, Leipzig 2 und Thüringen 2 bestritten worden waren, sollte es auch für den ersten Heimsieg von Bärbel Wessels Team im neuen Jahr so schlecht nun auch wieder nicht aussehen.